Der Prozess

Erzeugerbetriebe vermarkten ihre Schlachttiere über verschiedene Abnehmer (Viehvermarkter, Metzger oder Schlachtbetriebe). Daraus ergeben sich unterschiedliche Nutzungsmöglichkeiten der Datenbank für die einzelnen Systemteilnehmer.
 

  1. Für die Erzeugerbetriebe seines Bündels legt der Bündler die Stammdaten in der Datenbank an.
     
  2. Je nach Absprache kann die Schlachtanmeldung vom Erzeugerbetrieb, vom Viehvermarkter oder vom Schlachtbetrieb/Metzger übernommen werden.
     
  3. Aus der Schlachtanmeldung generiert die Salmonellendatenbank einen Probenentnahmeplan zur Beprobung der Schlachtviehanlieferungen. Dieser dient zur Hilfestellung bei der Probenentnahme im Schlachtbetrieb. Verbindlich darin enthalten ist die zentrale Vorgabe des Jahres-Proben-Solls, abhängig von der Jahresproduktion an Schlachttieren. Des Weiteren gibt das System Auskunft über die laut Schlachtanmeldung zu beprobende Tieranzahl sowie dem gegenwärtigen Proben-Ist.
     
  4. Bei der Probennahme erfasst der Schlachtbetrieb die Probenbegleitdaten und gibt diese in die Datenbank ein.
     
  5. Nach Untersuchung der eingesandten Proben fügt das Labor den vorhandenen Probenbegleitdaten anhand der eindeutigen Probennummerierung (Barcode) die Untersuchungsergebnisse hinzu.
     
  6. Im Anschluss übernimmt die Salmonellendatenbank Qualiproof alle relevanten Auswertungen (Prozent positive Proben, Kategorisierung). Die erste verbindliche Kategorisierung eines Betriebes erfolgt frühestens nach Ablauf eines Jahres. Voraussetzung dafür ist die Existenz der vollständigen Ergebnisdatensätze für das vorgegebene Jahres-Proben-Soll. Die fortlaufende Aktualisierung der Kategorisierung erfolgt quartalsweise rückwirkend für die vergangenen 12 Monate.

Einblick in diese Kategorisierung erhalten neben dem jeweiligen Erzeugerbetrieb auch der von ihm belieferte Schlachtbetrieb sowie dessen Bündler.

Diese Verfahrensweise garantiert eine ortsunabhängige, objektive, nicht manipulierbare und zeitnahe Bewertung der Erzeugerbetriebe.